|
Danke! |
||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||
|
|
Chinesische Kräuterheilkunde
Wie überall in der Welt, wurde auch in China eine Arzneitherapie aus den Ressourcen der Natur entwickelt. Zur Beurteilung von Indikation und Wirkung wurden geschichtlich dabei in China die philosophischen Grundlagen Traditionellen Chinesischen Medizin zugrundegelegt und heute auch noch so benutzt. Zunehmend werden aber auch die chemisch-physiologischen Wirkungen untersucht um die Erfahrungen zur Entwicklung neuer Medikamente in der westlichen Welt zu nutzen. In China werden heute in den TCM-Krankenhäusern etwa 2/3 der TCM-Behandlungen durch "Kräuter" mit pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft durchgeführt. Für die Behandlung wird normalerweise eine Hauptarznei des Leitsyndroms mit unterstützenden und harmonisierenden Kräutern zu individuellen Dekokten in der Krankenhausapotheke vermischt. In Europa werden eher festgelegte Leitrezepturen für symptombezogene Indikationen in Fertigpräparaten (Teebeutel, Granulate usw.) angeboten. Vereinzelt mischen Therapeuten über eine entsprechende Ausbildung der TCM auch einzelne Kräuter aus ausgewählten europäischen Apotheken nach individuellen Anforderungen. In Europa gelten neben dem rechtlichen Problem möglicher chemischer Bestandteile nach Drogengesetzen auch die unterschiedlichen Physiologie von Menschen asiatischer und europäischer Herkunft eine Rolle. So sind Wirkung, Nebenwirkungen und therapeutischer Breite auf Grund der unterschiedlichen Physiologie gelegentlich umstritten aber können durch Anpassungen (1/2 - 3/4 der chinesischen Dosis) heute gut gesteuert werden. Die deutlichen Erfolge haben in der letzten Zeit zur zunehmender Nutzung und Verordnung chinesischer Kräuterdekokte geführt und dürften als Erfahrungen aus Jahrtausenden auch in die europäische Kräuterheilkunde weiter Einzug halten. Dr. med. Gregor Dietze, Überlingen - Bodensee Baden-Württemberg |
|||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||