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Qi Gong Qi Gong ist traditionell eine Methode zur Beeinflussung des eigenen Qi Die Anfänge des Qi Gong lassen sich bis ins 6 Jh. v Chr. zurückverfolgen und basieren auf dem philosophischen Modell des Qi (von Reisdampf = Energie welche der Existenz aller Objekten zugrundeliegt). Es haben sich bis heute viele Richtungen des Qi-Gong (Qi-Arbeit) entwickelt, welche alle die bewußte Beeinflussung des eigenen Qi gemeinsam haben. Nach einer gewissen Übung kann dann das eigene Qi gezielt bewegt und Verteilung und Flussrichtung beeinflusst werden. Über meditative Techniken (Nei Gong), Bewegungsübungen (Wai Gong) bis zur Nutzung in den Kampfkünsten (Ying Gong) sind dazu verschiedene Techniken entwickelt worden. Im medizinischen Qi Gong der Traditionellen Chinesischen Medizin (Wai Qi Liao Fao) wird sogar direkt von einem Therapeuten Qi auf einen Patienten übertragen. Dies setzt aber jahrelange Übung und ausgeprägte Fähigkeiten der Qi-Bewegung voraus. Als Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin sind auch beim medizinischen Qi Gong die physiologischen Wirkungen untersucht worden. Besonders wichtig gilt beim Qi Gong die Atmung. Hier kann über komplexe Atemtechniken eine Ansammlung des Qi in verschiedenen Zentren (am bekanntesten Dantian) erreicht werden, mit welchem man dann gearbeitet werden kann. Dazu wird in der meditativen Komponente über das "sich sammeln" und später "sich versenken" zunächst eine geistige Konzentration und Bindung ein Ausschluss äußerer Faktoren erreicht (daoistisch geprägt) um dann auch den Zustand geistiger Leere erreichen zu können (buddhistisch geprägt). Für Personen ohne Qi Gong Erfahrung sind vor allem die verbreiteten Haltungsformen zu empfehlen. Über den Lotussitz, den Reiterstand oder gehende Bewegungsmuster können so auch schnell ohne Vorkenntnisse Erfahrungen des Qiflusses erreicht werden. Wegen der schnelleren Erfahrung werden deshalb in Deutschland auch eher Bewegungsformen wie z.B. des Taiji gelehrt. In den chinesischen Klöstern waren die Prüfungen des Qi Gong erst nach Jahren oder Jahrzehnten abzulegen, sodass man auch in unser schnelllebigen, erfolgsorientierten Welt die Zeit des Übens ohne ein zu verfolgendes Lernziel akzeptieren muß. Ehrgeiz behindert das "sich sammeln" - nur Übung verspricht einen dauerhaften Erfolg. Dr. Gregor Dietze, Dozent ATCÄ - Akupunktur u. TCM-Gesellschaft in China weitergebildeter Ärzte e.V., Überlingen - Bodensee
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